Natur porträtieren im Wildpark Poing

Ausreden, warum genau der Wildpark Poing:

Wie Ihr sicher schon dem Titel entnehmen konntet geht’s diesmal in den „Wildpark Poing“. Ja ich weiß klingt im ersten Moment nicht wirklich spannend! Was also macht den Wildpark interessanter als z.B einen Zoo oder die Tiere direkt in freier Wildbahn abzulichten. Zum ersten Punkt kann man sagen, dass einfach die Gehege in den meisten Zoos nicht wirklich ansehnlich sind und man bei jedem Bild direkt darauf hingewiesen wird, dass diese Tiere in Gefangenschaft leben. Für mich gehört dies irgendwie zur Würde des Tieres, es nicht mit Gitterstäben abzulichten. Ich weiß dies sind vielleicht komplexe und komische Gedankengänge, sie sind verständlich, wenn man sich selbst dabei ertappt, das Selfie vor schöner Kulisse zu machen und nicht vor einer schäbigen Wand. Wir Menschen achten also auch auf Details und legen somit einen hohen Anspruch in einfache Dinge, warum dies also nicht auch den Tieren gönnen. So, also warum nicht einfach in die Natur gehen und die Tiere vor Ort ablichten. Zum Einen ist dies sehr schwer und Zeitaufwendig. Die meisten Tiere sind sehr scheu und bleiben vor den meisten Augen verborgen. Desweiteren sind Jäger und Förster nicht wirklich erpicht darauf, wenn sich Fotografen frühmorgens in deren Revieren rumtreiben. Zum anderen gibt es bei uns manche Tierarten nur noch höchst selten, man macht sich somit bestimmt keine Freunde, wenn man Tagelang hinter Luchsen herpirscht. Ich möchte diese Methode aber nicht generell streichen, ich persönlich empfinde sie sogar als die „wahre Kunst“ der Tierfotografie.

Fuchs Portrait Poing Wildpark
Reineke der Fuchs im Wildpark Poing
Auf was muss man also Achten:

Der Zeitpunkt ist in einem Wildpark essentiell, Besucherzahlen und Lichtstimmung entscheiden hauptsächlich über den besten Tag und die beste Uhrzeit. An einem Wochentag frühmorgens oder am späten Nachmittag wird man hier wohl die schönsten Bilder machen können. Zur Ausrüstung, Ich benutze meist mein Tele (70-300), wobei ich mir oft aber mehr Brennweite wünsche. Man sollte sich aber nicht zu viele Gedanken bei der Ausrüstung machen, denn auch hier zählen Geduld und Erfahrung weit mehr als eine gute Ausrüstung. Die Lichtverhältnisse im Wald sind für das Porträtieren nicht wirklich Ideal, somit sind Kamera und Autofokus ziemlich am Limit. Lichtstarke Objektive und ein großer Sensor sind hier von Vorteil aber kein muss. Ich sehe den Wildpark eher als Übung, man lernt hier gut, bewegende Objekte bei ungünstigen Bedingungen einzufangen. Durch die vielen Lichtsituationen, Hintergründe und Blickwinkel schärft man des Weiteren sein Auge ungemein. Also für mich ein wahres Trainingsgelände, das immer mit schöner „Beute“ belohnt.

Mufflon im Wald
Ein Mufflon

 

Tipps:
  • Je höher die Brennweite, desto besser die Freistellung
  • Nahe ran bei Gitterzäunen, dies vermeidet Gitter im Bild
  • Auf die Augen scharf stellen (Porträtcharakter)
  • Vordergrund nutzen um Objekte zu verdecken, die nicht ästhetisch sind
  • Weißbalance angleichen,  durch den Wald besitzt alles einen Grünstich
  • Bilder müssen Emotionen übertragen
  • Zeit, Ruhe, Geduld und Augen auf!
Schneeeule
Augen einer Schneeeule
Luchse in Bayern:

Auf ein Tier möchte ich speziell etwas mehr eingehen, den Luchs.
Ich persönlich finde diese Tiere unglaublich schön und majestätisch, für mich ist der Luchs in Bayern der König der  Wälder. Es ist schon ein Traum, solch ein Tier  in freier Wildbahn vor der Linse zu haben.

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One thought on “Natur porträtieren im Wildpark Poing

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